Der deutsch-rumänische Kontrabassist und Komponist Robert Lucaciu (1988) defragmentiert in seinem neuesten Projekt „Fallen Crooner“ das eigene, (cis-)männliche Selbstverständnis und fordert die...
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Der deutsch-rumänische Kontrabassist und Komponist Robert Lucaciu (1988) defragmentiert in seinem neuesten Projekt „Fallen Crooner“ das eigene, (cis-)männliche Selbstverständnis und fordert die Musiker:innen Laura Totenhagen (voc), Pascal Klewer (trp), Shannon Barnett (trb), Sofía Salvo (bars) und Moritz Baumgärtner (dr) zu einem lustvollen Diskurs über Geschlechterrollen auf.
In einer Montage aus Eigenkompositionen Lucacius, bekannten Songs und Textsequenzen verschiedener Autor*innen bildet die freie Improvisation immer wieder ein zentrales Element – das Befragen des Moments mit offenem Ausgang. So ergibt sich eine musikalische Diskussion, deren Stärke darin liegt die Fragen in all ihrer Wucht zu leben und die Dringlichkeit schneller Antworten in Wohlwollen aufzulösen. Jede:r Musiker:in darf hier die eigene Vielfalt zelebrieren und alle Nuancen, die das eigene Instrument bietet, auskosten. Einzelne Erzählungen werden von dem Ensemble auf ihre Essenzen reduziert und in intensivem Dialog neu zusammengesetzt.
„Das Finale ließ dann noch einmal in kurzer Zeit ein extrovertiertes Jazz-Theater mit ausgeprägter stilistischer Flexibilität entstehen: „Fallen Crooner“ collagierte temperamentvolle Melodienbögen mit weitgespannten solistischen Exkursen – vor allem die Bläsersätze von Pascal Klewer und Shannon Barnett setzten viel sattes Potenzial frei, derweil Laura Totenhagen ihre ganze Präsenz vor – leider- leerem Zuschauerraum vor den Kameras entfaltete.“
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The German-Romanian double bassist and composer Robert Lucaciu (1988) deconstructs his own (cis-)male self-understanding in his latest project Fallen Crooner and invites musicians Laura Totenhagen (vocals), Pascal Klewer (trumpet), Shannon Barnett (trombone), Sofía Salvo (bars), and Moritz Baumgärtner (drums) to engage in a joyful discourse on gender roles.
In a montage of Lucaciu's original compositions, well-known songs, and text sequences from various authors, free improvisation plays a central role—questioning the moment with an open outcome. This creates a musical discussion whose strength lies in living the questions in all their intensity and dissolving the urgency for quick answers with a sense of goodwill. Each musician is allowed to celebrate their own diversity and savour all the nuances their instrument has to offer. Individual narratives are reduced to their essence by the ensemble and reassembled in an intense dialogue.
“The finale then quickly developed into an extroverted jazz theatre, displaying remarkable stylistic flexibility: Fallen Crooner collaged temperamental melodic arcs with far-reaching solo excursions—especially the brass sections by Pascal Klewer and Shannon Barnett unleashed a rich potential, while Laura Totenhagen unfolded her full presence in front of—unfortunately—an empty audience, before the cameras.”