Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Violinkonzert D-Dur op. 35Alexander Borodin Ouvertüre zu »Prinz Igor«Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70Pjotr Tschaikowskys Violinkonzert entstand während...
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Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Violinkonzert D-Dur op. 35
Alexander Borodin Ouvertüre zu »Prinz Igor«
Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70
Pjotr Tschaikowskys Violinkonzert entstand während eines Erholungsaufenthalts in Clarens am Genfer See. Im Jahr zuvor war sein Versuch, eine bürgerliche Ehe einzugehen, katastrophal gescheitert. Im Violinkonzert meint man, den neuen Lebensmut des Komponisten zu hören – liegt es daran, dass er den Solopart mit dem Geiger Josef Kotek zusammen erarbeitete, einem ehemaligen Liebhaber? Um einen gescheiterten Feldzug geht es in Alexander Borodins Oper »Prinz Igor«. In der Ouvertüre meint man, die berittenen Kämpfer durch die Steppe galoppieren zu hören. An Schostakowitschs 9. Sinfonie aus dem Jahr 1945 ist die Tonart Es-Dur das Einzige,
was heroisch ist – dabei hatte das Stalin-Regime doch ein triumphales Werk zur Feier des Kriegsendes erwartet. Schostakowitsch aber antwortete mit einer an Haydn und Mozart geschulten Sinfonie, die nur auf den ersten Blick humorvoll daherkommt. Ihr Witz aber ist doppelbödig, ihre Ironie beißend.