Claudia Michelsen kommt zu den Wedeler Musiktagen – vielen vertraut aus dem Polizeiruf 110, aus der Ku’damm-Reihe und von der Kinoleinwand. Im Theater Wedel ist sie nun in einer ungewöhnlich...
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Claudia Michelsen kommt zu den Wedeler Musiktagen – vielen vertraut aus dem Polizeiruf 110, aus der Ku’damm-Reihe und von der Kinoleinwand. Im Theater Wedel ist sie nun in einer ungewöhnlich unmittelbaren Form zu erleben: Was sonst auf dem Bildschirm erscheint, steht hier leibhaftig im Raum.
Mit Plädoyer einer Frau gastieren die Wedeler Musiktage erstmals im Theater Wedel. Der intime Theaterraum schafft jene Nähe, in der Kästners Zwischentöne, sein Witz und die Präzision gesprochener Sprache ihre volle Wirkung entfalten.
Im Mittelpunkt stehen Erich Kästners Frauenstimmen – Texte voller Ironie, Schärfe, Witz und genauer gesellschaftlicher Beobachtung. Was in der Zwischenkriegszeit entstand, wirkt heute erstaunlich nah: als präziser Blick auf Rollenbilder, Erwartungen und persönliche Freiräume, die uns noch immer vertraut sind.
Frank Fröhlich tritt mit der Gitarre in einen musikalischen Dialog mit diesen Texten. Schlager, Chansons, Gassenhauer, Klassiker der Unterhaltungsmusik und eigene Kompositionen kommentieren Kästners Frauenstimmen, widersprechen, treiben voran und öffnen immer neue Klangräume.
So entsteht kein Vortrag mit Musik, sondern ein kluges, lebendiges Bühnenereignis, in dem Claudia Michelsens unmittelbare Präsenz, Kästners literarische Schärfe und ein überraschender musikalischer Kosmos aufeinandertreffen.
Copyright : Mathias Bothor