You’re in the mood for dance, and when you get the chance: You are a dancing queen!Diese zwei absoluten Giganten der europäischen Musikgeschichte zu verbinden, scheint verwegen: Jean-Philippe Rameau...
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You’re in the mood for dance, and when you get the chance: You are a dancing queen!
Diese zwei absoluten Giganten der europäischen Musikgeschichte zu verbinden, scheint verwegen: Jean-Philippe Rameau (1683–1764) und ABBA! Doch schon beim zweiten Hinhören finden sich unzählige Gemeinsamkeiten. Die Originalität und Eingängigkeit ihrer Melodien, die rhythmische Beschwingtheit sowie beider uneingeschränkte Popularität. Unter dem Titel Dancing Queen schlägt die lautten compagney eine Brücke der Gegenwart in die Zeit, als weniger die Queens, vielmehr die Kings auf der Tanzfläche anzutreffen waren. ABBAs Musik wird dabei wie schon bei anderen epochenübergreifenden Projekten des Berliner Ensembles bearbeitet und auf Instrumenten der Barockzeit gespielt und der Musik Rameaus nicht nur gegenübergestellt. Die Musiken werden mitunter so verschmolzen, dass kaum noch zu erkennen ist, was aus der Feder des hochbarocken Franzosen und was aus der Werkstatt des schwedischen Popquartetts
stammt.
Als wahre Dancing Queen auf ihrem Instrument tanzt die entdeckungsfreudige Saxophonistin Asya Fateyeva
zwischen den Welten hin und her. Hochvirtuos entlockt sie ihrem Instrument rasend schnelle Läufe genauso wie feinste lyrisch-singende Arien. Sie verfügt über eine endlose Palette verschiedenster Klänge und improvisiert mit Leichtigkeit auch mal über ein rockiges Riff, sei es nun von Rameau oder von ABBA. Eine ideale Partnerin für die Musiker_innen der experimentier- und spielfreudigen lautten compagney, mit denen sie 2021 die vielbeachtete CD Time Travel mit Stücken von Purcell und The Beatles veröffentlichte.
Asya Fateyeva - Saxophon
Bo Wiget - Bearbeitungen
lautten compagney Berlin
Birtgit Schnurpfeil - Musikalische Leitung
Foto: Asya Fateyeva © Robert Paul Kothe