EEine komische Oper als Nationalheiligtum: Das ist Bedřich Smetana mit Die verkaufte Braut in Tschechien gelungen. Ob es am Lobgesang auf das Bier liegt oder am heiter-bunten Treiben in einem...
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EEine komische Oper als Nationalheiligtum: Das ist Bedřich Smetana mit Die verkaufte Braut in Tschechien gelungen. Ob es am Lobgesang auf das Bier liegt oder am heiter-bunten Treiben in einem böhmischen Dorf des 19. Jahrhunderts, in dem das Werk spielt? Jedenfalls macht die mit spritziger und lebendiger Musik prall gefüllte Partitur heute noch genauso viel Freude und entführt mit Leichtigkeit in das perfide Spiel um eine junge Frau.
Marie soll eine gute Partie machen, hat allerdings schon einen heimlichen Geliebten, den sie viel lieber ehelichen würde. Der aber lässt sie scheinbar hängen, bis er am Ende doch noch ein Ass aus dem Ärmel schüttelt und alles zu einem guten Ende wendet. Mit von der Partie sind noch allerlei amüsante Gestalten und schräge Vögel wie Maries Eltern oder der ausgefuchste Heiratsvermittler Kezal. Und dann macht auch noch ein Zirkus Halt im Dorf, der das bunte dörfliche Treiben auf die Spitze treibt.