Programm:Johann Sebastian BachBrandenburgische Konzerte Nr. 1 – 6 BWV 1046 – 1051Daniela Lieb FlöteJosep Domènech OboeMoritz Görg TrompeteIsabel Lehmann & Marie Deller BlockflöteÉva Borhi, Hannah...
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Programm:
Johann Sebastian Bach
Brandenburgische Konzerte Nr. 1 – 6 BWV 1046 – 1051
Daniela Lieb Flöte
Josep Domènech Oboe
Moritz Görg Trompete
Isabel Lehmann & Marie Deller Blockflöte
Éva Borhi, Hannah Visser, Gottfried von der Goltz & Péter Barczi Violine
Corina Golomoz & Werner Saller Viola
Beatriz López Paz & Arthur Cambreling Viola da Gamba
Sebastian Wienand Cembalo
Freiburger Barockorchester
1721 schickte Johann Sebastian Bach dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg sechs Konzerte mit dem Titel "Six Concerts Avec plusieurs Instruments". Der Markgraf ließ sie wohl nie aufführen und hat Bach nie dafür bezahlt. Die Handschriften schlummerten jahrzehntelang im Archiv und wurden erst im 19. Jahrhundert als "Brandenburgische Konzerte" bekannt.
Das Geheimnis dieser Sammlung liegt in ihrer erstaunlichen Vielfalt. Kein Konzert gleicht dem anderen, jedes entfaltet eine eigene Klangwelt. Hörner und Oboen prägen das erste Konzert, eine Trompete, die bis an die Grenzen des Spielbaren geht, bestimmt das zweite. Das dritte ist den Streichern gewidmet, während im vierten zwei Blockflöten im Mittelpunkt stehen. Im fünften Konzert tritt das Cembalo mit einer langen Kadenz aus dem Continuo hervor und übernimmt eine Solorolle, was Bach als einen der Väter des Klavierkonzerts ausweist. Das sechste Konzert kommt ohne Violinen aus und gewinnt durch Bratschen und Gamben eine dunkle, warme Klangfarbe.
Sechs Konzerte, sechs Klangwelten und ein Abend, der daran erinnert, dass diese Musik erst wiederentdeckt werden musste, bevor sie ihren Siegeszug antrat.