Revueoperette in 12 Bildern von Robert Stolz und Robert GilbertEin umschwärmter Filmregisseur aus Berlin will in den Schweizer Bergen einen Musikfilm drehen und logiert im Hotel «Zum Wilden Mann»....
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Revueoperette in 12 Bildern von Robert Stolz und Robert Gilbert
Ein umschwärmter Filmregisseur aus Berlin will in den Schweizer Bergen einen Musikfilm drehen und logiert im Hotel «Zum Wilden Mann». Hier verliebt er sich in die bezaubernde Sekretärin des Hotelbesitzers, sie ist nicht abgeneigt, flirtet heftig zurück und sieht sich schon als angehenden Filmstar in Berlin. Ihrem Charme ist aber nicht nur der Regisseur erlegen, sondern auch die drei Söhne des Hotelchefs und – mit ernsten Heiratsabsichten – dieser selbst.
Das Werk wurde unter dem Namen "Grüezi" am 3. November 1934 am Stadttheater Zürich uraufgeführt. Die Musik von Robert Stolz vermischt Elemente der jazzigen Schlagermusik der 1930er Jahre mit Wiener Marschliedern, Walzern und traditionellen Schweizer Liedern.
Robert Stolz, geb. 1880 in Graz, war zunächst Kapellmeister am Theater an der Wien. Zu Beginn der 1920er-Jahre versuchte er sich mit einem eigenen Theater in Wien selbständig zu machen. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 brachte er auf 21 Fahrten mehrere Juden und politisch Verfolgte, im Fond seiner großen Limousine versteckt, heimlich nach Österreich. Nachdem „Anschluss“ Österreichs an Deutschland verließ er wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus seine Heimat. Er kam über Zürich und Paris nach New York. Während der Zeit seiner Emigration wurde er auch für einen Filmmusik-Oscar nominiert. Robert Stolz komponierte in seinem langen Leben über 60 Operetten sowie zahlreiche Filmmusiken und Lieder, die heute zu Volksliedern geworden sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg gilt er als letzter großer Meister der Wiener Operette.
Robert Gilbert wurde 1899 in Berlin geboren. Er verfasste für rund 60 Operetten die Libretti, für rund 100 Tonfilme die Gesangstexte und komponierte als musikalischer Autodidakt zahlreiche Schlager mit eigenen Texten. In der Zeit seiner größten Erfolge wurde er nach der „Machtergreifung“ als Jude im Sinne der nationalsozialistischen Gesetze verfemt und musste emigrieren. Er floh er mit seiner Familie in die USA.
Seit 1989 gibt das Isny Opernfestival - gefördert nach den Festivalrichtlinien des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg - begabten Studierenden und jungen Absolventinnen und Absolventen verschiedener Musikhochschulen die Chance, Opernpartien zu entwickeln und zu erproben und in einen feinen Ensembleklang zu formen.
Künstlerische Leitung: Hans-Christian Hauser
Mit Studierenden und jungen Absolventinnen und Absolventen verschiedener Musikhochschulen.
Eine Produktion im Rahmen des Isny-Opernfestivals e.V.
Im Anschluss an die Vorstellung findet im Studio des Wilhelma Theaters ein "come together" zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern statt.