Jeremy McComb ist nicht durch das System aufgestiegen – er hat es durchdrungen. Durch Hinterzimmer, schlechte Deals, lange Fahrten und Nächte, in denen Aufgeben verlockend gewesen wäre. Während andere...
Mehr lesen
Weniger lesen
Jeremy McComb ist nicht durch das System aufgestiegen – er hat es durchdrungen. Durch Hinterzimmer, schlechte Deals, lange Fahrten und Nächte, in denen Aufgeben verlockend gewesen wäre. Während andere dem Ruhm nachjagten, strebte er nach Kontrolle. Während die Musikindustrie auf seine Zustimmung wartete, blieb McComb in Bewegung – er schrieb Songs, tourte, managte, lernte jede Facette des Business kennen, bis er jeden Winkel durchschaute. Diese Karriere wurde nicht entdeckt. Sie entstand unter Druck.
Als Musiker in sechster Generation aus Idaho trägt McComb die Last seiner Herkunft, aber keinen Luxus. Seine Songs leben in den Zwischenräumen – zwischen Stolz und Reue, Glaube und Scheitern, Bleiben und Gehen. Beeinflusst von der schonungslosen Ehrlichkeit von Geschichtenerzählern wie Jim Croce und Tom Petty, verschmilzt er Country, Rock und Folk zu etwas Düstererem und Authentischerem, in dem die Wahrheit mehr zählt als der Glanz. Sein Repertoire hat seinen Weg in Projekte gefunden, die sich über sechs Millionen Mal verkauft haben, darunter ein Grammy-nominierter, dreifach mit Platin ausgezeichneter Soundtrack – nicht weil er auf Nummer sicher ging, sondern weil er authentisch war.
Diese Wahrheit hat Grenzen überschritten. McComb wurde bereits zweimal für den Preis „International Single of the Year“ der britischen CMA Awards nominiert – zunächst 2024 für „Granite Stone“ und dann 2025 für „Laying Low“ – und beweist damit, dass Ehrlichkeit mehr Gewicht hat als Hype. Mit über 120 Tourtagen im Jahr, einem absolut unabhängigen Lebensstil und der Weigerung, seine Botschaft zu verwässern, baut Jeremy McComb etwas Seltenes in der modernen Musik auf: eine Karriere, die sich keinem Trend, keinem Gatekeeper und keiner anderen Zeitvorgabe unterordnet.