Eine Violine, kein Orchester – und dennoch eine ganze Klangwelt. Johann Sebastian Bachs drei Sonaten und drei Partiten für Violine solo BWV 1001–1006, 1720 entstanden, zählen zu den Prüfsteinen des...
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Eine Violine, kein Orchester – und dennoch eine ganze Klangwelt. Johann Sebastian Bachs drei Sonaten und drei Partiten für Violine solo BWV 1001–1006, 1720 entstanden, zählen zu den Prüfsteinen des Repertoires. In ihnen wird das einzelne Instrument zum vielstimmigen Raum: strenge Fugen stehen neben tänzerischen Sätzen, virtuose Bewegung neben Momenten tiefer Ruhe. Ivan Ženatý stellt sich diesem Kosmos allein. Der tschechische Geiger, geschätzt für stilistische Sicherheit, technische Perfektion und Tonschönheit, lässt Bachs Architektur so hörbar werden wie ihre Freiheit. Ein Soloabend, der zeigt, wie viel eine einzige Violine erzählen kann – und wie gegenwärtig Musik klingt, die seit mehr als drei Jahrhunderten immer wieder neu gelesen wird.