Geprägt vom Leben in einem Moment anhaltender Gewalt und Zerstörung verweilt Untitled (briefly here bright) in Zuständen von Erschöpfung, Zärtlichkeit und angehaltener Zeit. Tanz wird zu einem Brief —...
Mehr lesen
Weniger lesen
Geprägt vom Leben in einem Moment anhaltender Gewalt und Zerstörung verweilt Untitled (briefly here bright) in Zuständen von Erschöpfung, Zärtlichkeit und angehaltener Zeit. Tanz wird zu einem Brief — erinnernd, behutsam, geduldig und introspektiv — der sich in kleinen Gesten, anhaltender Aufmerksamkeit und im Zuhören entfaltet. Eine Choreografie, die darauf besteht, dem kaum Wahrnehmbaren nahe zu bleiben: ein sich neigender Körper, ein gehaltener Blick, eine Gewichtsverlagerung, eine ferne zitternde Stimme. Präsenz dehnt sich aus. Zeit verdichtet sich. Ohne Auflösung oder Höhepunkt bewohnt Untitled (briefly here bright) die Gegenwart als fragile Verfasstheit. Zärtlichkeit wird zu einer Weise, dem Zusammenbruch zu begegnen, Intimität zu einer Form des Zeug*innenseins. Anstelle von Spektakel sammelt sich im Raum eine Dichte — aus Erinnerung, Trauer und der Arbeit des Weitermachens. Was nach dem Verlust bleibt, ist eine fragile Rückkehr zum Leben, zur Praxis.
keine Sprachkenntnisse erforderlich, empfohlen ab 14+
Dauer: 55 Min.
----------------------------------------------------------------------------------------------
Marked by life in a moment of continuing violence and destruction, Untitled (briefly here bright) dwells on conditions of exhaustion, tenderness, and stopped time. Dance becomes a letter – reminiscing, cautious, patient and introspective – that unfolds in small gestures of continuous attention and listening. A choreography that insists on staying near to that which is almost imperceptible: A body tilting, a gaze held, a shifting of weight, a remote, trembling voice. Presence extends. Time condenses. Without resolution or culmination, Untitled (briefly here bright) inhabits presence as a fragile state. Tenderness becomes way in which to confront collapse. Intimacy becomes a form of bearing witness. Instead of a spectacle, a density accrues in the space – comprised of memory, grief, and the labor of carrying on. What remains after loss is a fragile return to life, to practice.