In der Reihe AM SIEBTEN lädt die Martinskirche Kassel am 7. Oktober 2026 zu einem außergewöhnlichen Kammermusikabend ein: Der norwegisch-iranische Saxophonist Soran Lind und der norwegische Pianist...
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In der Reihe AM SIEBTEN lädt die Martinskirche Kassel am 7. Oktober 2026 zu einem außergewöhnlichen Kammermusikabend ein: Der norwegisch-iranische Saxophonist Soran Lind und der norwegische Pianist Erik Hauk Stømner widmen sich mit ihrem Programm dem „Goldenen Zeitalter“ des klassischen Saxophons. Im Mittelpunkt stehen Meisterwerke französischer Komponisten, die maßgeblich dazu beitrugen, dem noch jungen Instrument seinen festen Platz auf den Konzertpodien der Welt zu sichern.
Mit Eugène Bozzas berührender Aria eröffnet das Duo den Abend. Die lyrische Kantabilität des Werks lässt das Saxophon beinahe wie eine menschliche Stimme erklingen. In den farbenreichen Tableaux de Provence von Paule Maurice entstehen anschließend musikalische Impressionen der südfranzösischen Landschaft, während Florent Schmitts geheimnisvolle Légende mit ihren schillernden Klangfarben und ihrer erzählerischen Kraft eine ganz eigene Atmosphäre entfaltet.
Nach der Pause folgt Alfred Desenclos’ virtuoses Prélude, Cadence et Finale, das zu den bedeutendsten Werken des französischen Saxophonrepertoires zählt. Mit Bizets Intermezzo aus L’Arlésienne erklingt ein Klassiker französischer Melodik in ungewöhnlicher Besetzung. Darius Milhauds temperamentvolles Scaramouche begeistert mit rhythmischem Esprit und tänzerischer Leichtigkeit, bevor Rudolf Wiedoefts brillante Valse Vanité das Konzert mit virtuosem Glanz beschließt.
Die Künstler
Soran Lind zählt zu den vielversprechendsten jungen klassischen Saxophonisten Skandinaviens. Der Musiker mit norwegisch-iranischen Wurzeln studierte unter anderem an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, an der Norwegischen Musikhochschule sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Als Solist konzertierte er bereits mit renommierten Orchestern wie dem Bergen Philharmonic Orchestra, dem Norwegischen Rundfunkorchester und dem Norwegischen Kammerorchester. Seine Auftritte wurden von Rundfunksendern wie NRK, BBC Radio und dem Dänischen Rundfunk übertragen. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn gehören sein Debüt im Wiener Musikverein sowie Konzerttourneen durch zahlreiche europäische Länder.
Erik Hauk Stømner, geboren in Halden (Norwegen), gehört zu den gefragtesten Pianisten der jüngeren norwegischen Generation. Er absolvierte sein Solistendiplom an der Norwegischen Musikhochschule und wurde mit mehreren bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter der renommierte Robert Levin Pianistenpreis. Als Solist trat er mit verschiedenen Orchestern auf und gastierte bei Festivals wie dem Bergen International Festival und dem Oslo Kammermusikfestival. Neben seiner intensiven Konzerttätigkeit wirkt er seit 2025 als Korrepetitor an der Norwegischen Musikhochschule.
Das Konzert verspricht einen Abend voller musikalischer Farben, virtuoser Brillanz und lyrischer Tiefe. Die besondere Akustik der Martinskirche bietet dabei einen idealen Rahmen für die Begegnung von Saxophon und Klavier in Werken, die zu den schönsten Schätzen der französischen Kammermusik zählen.