Fünf Tänzerinnen bewegen sich in enger Formation, dem Publikum direkt zugewandt. Entlang der Wände beschreiben sie ein großes Quadrat, während sich ihre synchronen Schritte mit schneller werdenden...
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Fünf Tänzerinnen bewegen sich in enger Formation, dem Publikum direkt zugewandt. Entlang der Wände beschreiben sie ein großes Quadrat, während sich ihre synchronen Schritte mit schneller werdenden elektronischen Beats verdichten. Mit der allmählichen Beschleunigung legen sie Schicht für Schicht Kleidung ab – Sichtbarkeit wird zum Statement. In LABOUR wird Wiederholung zur politischen Geste: Die Ausdauer der Körper verweist auf die unsichtbare, permanente Arbeit, die Frauen gesellschaftlich zugeschrieben wird – physisch, emotional, strukturell.
Das Stück ist frontal und kompromisslos und lebt von der enormen Energie und Ausdruckskraft der Protagonist*innen. Stärke und Verletzlichkeit erscheinen nicht als Gegensätze, sondern als sich bedingende Realitäten der Existenz. Der steigende Rhythmus erzeugt Dringlichkeit – als Antwort auf Systeme, die Körper kontrollieren und Autonomie beschneiden. Ob als Widerstand, Protest oder kollektive Wiederaneignung – LABOUR hebt die kollektive Kraft hervor, die entsteht, wenn Frauen gemeinsam Raum, Sichtbarkeit und Handlungsmacht einfordern.
Anschließend am Fr 29. Mai: Publikumsgespräch
Am 29. Mai | 22:00: Konzert Galaxaura (Eintritt frei)
Am 30. Mai | 21:30: Konzert Kurkapelle Sonnendeck (Eintritt frei)