VOR DEM THEATERVERGNÜGEN EMPFEHLEN WIR:SPEISEN IM SCHARFRICHTERRESTAURANT ODER IM ROMANTISCHEN ARKADENINNENHOF. DIENSTAG BIS SAMSTAG AB 17 UHRTISCHRESERVIERUNG ERBETEN UNTER 0851 - 35 900Foto: Marvin...
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VOR DEM THEATERVERGNÜGEN EMPFEHLEN WIR:
SPEISEN IM SCHARFRICHTERRESTAURANT ODER IM ROMANTISCHEN ARKADENINNENHOF. DIENSTAG BIS SAMSTAG AB 17 UHR
TISCHRESERVIERUNG ERBETEN UNTER 0851 - 35 900
Foto: Marvin Ruppert
…macht nichts! Lieder vom Schleifen und Schleifen lassen
Die Wohnung versinkt im Chaos, die Welt geht mal wieder unter – und Lennart Schilgen
macht … nichts! Na gut – Fast nichts. Er macht sich zum Beispiel sehr viele Gedanken über all
die Dinge, die er nicht macht. Dass sowas „unproduktiv“ sei, haben bei Feldmaus Frederick
auch erst alle gesagt – und plötzlich: Bäm! Sonnenstrahlen, Farben, Worte! Oder eben in
Schilgens Fall: Fein geschliffene Lieder über die Schleifen und Kreisläufe in denen wir uns alle
bewegen.
Der Berliner Liedermacher, der unter anderem mit seiner „Reinhard Mey-Parodie zum
Niederknien“ (Mannheimer Morgen) und der doppelbödigen Mitsing-Hymne „Dafür hab ich
ein Leben“ Social Media erobert hat, bleibt auch in seinem vierten Programm ein Meister
der Zwischentöne und Widersprüche: Mal verwandelt er sein gesammeltes Unvermögen in
Self-Empowerment, mal simon-and-garfunkelt er sich staunend durch den Zauber eines
Wutanfalls.
Wie immer mit dabei: der Schalk im Nacken. Die Metaebene. Und Gedichte, die phonetisch
so ungestüm durch die Sprache pflügen, dass man sich verzückt jedwedem Unsinn hingibt –
vom unrasierten Tiger bis zur masochistischen Fichte. Auf radioeins beliefert er inzwischen
als „Verseflüsterer“ unermüdlich seine eigene Lyrik-Kolumne – wenn es also heißt: „Lennart
Schilgen macht nichts!“, meint das: genug davon, um einen ganzen Abend zu füllen. Ist das
nichts? Na und ob!