Wo verläuft eine Grenze? Zwischen Ländern und Menschen, Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Erinnerung und Zukunft? Diesen Fragen widmet sich die Spotlight-Künstlerin des Tanzfestivals Rhein-Main 2026, Lia...
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Wo verläuft eine Grenze? Zwischen Ländern und Menschen, Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Erinnerung und Zukunft? Diesen Fragen widmet sich die Spotlight-Künstlerin des Tanzfestivals Rhein-Main 2026, Lia Rodrigues, in ihrem Stück „Borda“. Das portugiesische Wort kann Grenze oder Schwelle bedeuten, zugleich aber auch Saum oder Stickerei. Es bezeichnet das, was trennt, und zugleich das, was Verbindungen entstehen lässt. Gemeinsam mit neun Tänzer*innen entwickelt Rodrigues eine Choreografie über die Vieldeutigkeit dieser Zwischenräume. Aus Körpern, Stoffen und Bewegungen entstehen flüchtige Landschaften, in denen sich Nähe und Distanz, Gemeinschaft und Fremdheit immer wieder neu ordnen.
Seit mehr als drei Jahrzehnten verbindet Lia Rodrigues ihre künstlerische Arbeit mit sozialem Engagement im Centro de Artes da Maré in Rio de Janeiro. Für sie ist Tanz ein Mittel, gesellschaftliche Wirklichkeit zu befragen und neue Formen des Zusammenlebens zu entwerfen. „Borda“ ist eine kraftvolle Arbeit über das Trennende und das Verbindende, über die Fantasie, Grenzen zu überschreiten und Räume für Begegnung zu schaffen.