Für 10 Jahre – seit 1976 – waren die „Chansontage in Michaelstein“ geradezu legendär: Professionelle und semiprofessionelle Liedermacher (darunter schon damals und erst recht später berühmte Größen...
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Für 10 Jahre – seit 1976 – waren die „Chansontage in Michaelstein“ geradezu legendär: Professionelle und semiprofessionelle Liedermacher (darunter schon damals und erst recht später berühmte Größen wie Gerhard Schöne, Stefan Krawczyk, Duo Sonnenschirm und viele andere) sangen in einem Keller unter der Kirche ihre Lieder – ohne Zensur durch Partei oder Behörden, mit Sicherheit beobachtet, aber weitestgehend unbehelligt. Die Idee war, dass „jeder sein Lied singen dürfe“, es muss nächtelang gesungen, diskutiert und natürlich auch gefeiert worden sein, bis dann Mitte der 1980er Jahre die Obrigkeit Einfluss nahm und das Kloster nicht mehr Austragungsort dieser vom Grundansatz her friedlichen und freundschaftlichen Zusammenkunft von kreativen Text- und Musikschaffenden sein durfte. Fortsetzung fanden die Chansontage dann in Blankenburg, Langeln und einmal auch in Wernigerode. Dann kamen Vorwendezeit, die Wiedervereinigung und damit andere Bedürfnisse und Zwänge.
Dass sich im Jahr 2026 – 50 Jahre nach den ersten Chansontagen – auf Initiative der damaligen Mitgestalter an einem Abend wieder Liedermacher in Michaelstein treffen, ist mehr als eine Reminiszenz, denn einige der damals in den Liedern eingewobenen Botschaften haben an Aktualität nichts eingebüßt.
Konzertabend mit Livemusik von Jens-Paul Wollenberg, Kati Pongratz, Rainer Schulze, Wolf-Dieter Skibba, Tommi Riedel, Dieter Kalka, Birgit Kayser, den Gruppen Ontano und Frau Schröder u.a.
Fotos, Interviews, Original-Aufnahmen und Merk-Würdiges aus den „Chansontagen“ seit 1976
Mehr zu den Chansontagen auf https://chansontage.de