Von 1524 bis 1526 wurden weite Gebiete des deutschsprachigen Raumes von bedeutenden Umwälzungen ergriffen, die in großen Teilen von dörflichen Gemeinden ausgingen. Nichts Geringeres als das Recht auf...
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Von 1524 bis 1526 wurden weite Gebiete des deutschsprachigen Raumes von bedeutenden Umwälzungen ergriffen, die in großen Teilen von dörflichen Gemeinden ausgingen. Nichts Geringeres als das Recht auf Selbstbestimmung der Ärmsten standen zur Verhandlung. Wir rekonstruieren das Liedgut der einfachen Bevölkerung mit Instrumenten wie Hackbrett und Strohfiedel (ein Vorgänger des modernen Xylophons), die uns bereits aus Beschreibungen im 16. Jh. überliefert worden sind. Die Musik dieser Zeit spiegelt das entbehrungsreiche Leben der bäuerlichen Bevölkerung, die hohe Abgaben an Lehnsherren und Klöster entrichten musste. Bei Adel und Bürgertum waren wiederum italienische Fantasien und französische Chansons „en vogue“. Die Ideen der Reformation lösten jahrhundertelang andauernde Konflikte und Verhandlungen zu Glaubensfragen aus. Zwischen all dem ziehen Landsknechte, die der Armut auf ihren Dörfern entfliehen wollen, mit Pfeifen und Trommeln durch die Landstriche.
Ensemble astrophil & stella: Charlotte Nachtsheim, Sopran • Guilherme Barroso, Renaissancelaute • Philipp Lamprecht, historische Percussion, Strohfiedel, Hackbrett, Bariton • Johanna Bartz, Renaissancetraversflöten, Knochenflöte und Leitung
Karten zu € 39,– / 34,– / 28,– / 22,– (U30: 10,–)
Ca. 65 Minuten ohne Pause