Der Musiker Ben Osborn und die Lyrikerin und Performerin Giuliana Kiersz verweben einen poetischen Essay und eine musikalische Komposition zu einer Lyrikinstallation. Ausgehend von den Gedichten...
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Der Musiker Ben Osborn und die Lyrikerin und Performerin Giuliana Kiersz verweben einen poetischen Essay und eine musikalische Komposition zu einer Lyrikinstallation. Ausgehend von den Gedichten Hannah Arendts erkunden sie Fragen nach Exil, Erinnerung und Sprache aus einer gegenwärtigen, transnational-jüdischen Perspektive. Arendts lyrisches Werk, das erst vor relativ kurzer Zeit entdeckt wurde, wird zum Ausgangspunkt für einen Nachmittag zwischen Stimme, Text, Klang und Imagination. Die Gedichte werden vom Deutschen ins Englische und Spanische übersetzt und treten in einen Dialog mit neuen Texten und Musikkompositionen der beiden Künstler*innen, die mit jüdischem Erbe und migrantischen Biografien in Deutschland leben.
Aus Arendts Gedichtzeile »Poetic language / is a place, not a refuge« entsteht die zentrale Frage: Welchen Ort öffnet poetische Sprache? Einen Raum der Erinnerung? Einen politischen Denkraum? Oder einen Ort der Begegnung, an dem unterschiedliche Welten einander berühren, formen und verändern? Die Live-Performance versteht Sprache nicht als Flucht aus der Welt, sondern als Kontaktzone – offen, verletzlich und gegenwärtig.
Text, Performance: Giuliana Kiersz | Musik, Sounddesign: Ben Osborn
Dauer: ca. 45 Minuten
Die Aufführungssprachen sind Deutsch, einfaches Englisch und Spanisch.