Rusalky sind im slawischen Kulturraum feenartige Wesen. Es gibt zahlreiche, sehr farbige Mythen und Sagen über sie. Das Libretto zu „Rusalka“ verbindet geschickt Märchenhaftes mit Symbolistischem....
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Rusalky sind im slawischen Kulturraum feenartige Wesen. Es gibt zahlreiche, sehr farbige Mythen und Sagen
über sie. Das Libretto zu „Rusalka“ verbindet geschickt Märchenhaftes mit Symbolistischem. Dvořák schuf dazu eine psychologisierende Klangwelt, die Natur, Magie und Melancholie meisterhaft verbindet. Der raffiniert instrumentierte Orchesterpart in diesem Musikmärchen für Erwachsene flirrt sanft und geheimnisvoll wie das Wasser selbst, mal zart und melancholisch, mal dramatisch und aufwühlend. Wagners expressive Harmonik vereint Dvořák mit seiner unverwechselbaren eigenen Rhythmik und Melodik. Die Leitmotivik wandelt er in „Rusalka“ zu Personenmotiven um, liedhafte Formen werden mit ariosen Abschnitten kombiniert. Die Uraufführung 1901 in Prag war der größte Erfolg des Komponisten auf der Opernbühne. „Rusalka“ wurde mit Smetanas „Verkaufter Braut“ verglichen. Die erste Aufführung in Deutschland war 1929 in Stuttgart.
Das Theater Pforzheim spielt „Rusalka“ in tschechischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln.