Das Leben ist wundervoll – und manchmal sogar erträglich. Deshalb gilt: Die Pausen, die sich zwischen all unseren großen menschlichen Problemen auftun, müssen wir gut nutzen: für all die kleinen...
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Das Leben ist wundervoll – und manchmal sogar erträglich. Deshalb gilt: Die Pausen, die sich zwischen all unseren großen menschlichen Problemen auftun, müssen wir gut nutzen: für all die kleinen Probleme. Mit sehr viel Glück finden wir dann vielleicht sogar kurz ein kleines bisschen Glück. So geht es uns allen, ob Juden, Nichtjuden oder irgendwas dazwischen. Bei den Juden und oft auch bei denjenigen dazwischen kommt eben noch der Antisemitismus hinzu, der Antijudaismus, der Antizionismus. Und dann auch noch der ganze Judenhass! Aber davon lassen wir uns nicht beirren. Wir können optimistisch bleiben, wenn auch nicht mehr lange. Also wünschen wir einander von Herzen: Schlamassel tov!
Zum jüdischen Leben und dem Leben im Allgemeinen zwischen Masel und Schlamassel werden in diesem Programm Töne angestimmt, die nicht zu wahr sind, um schön zu sein: Tatjana Davis bespielt virtuos die Klarinette in einem Spektrum von Klassik bis Klezmer, angereichert durch Loop-Variationen, Improvisationen und eigene Kompositionen. Alexander Estis liest aus seinen sprachakrobatischen Satiren, unter anderem aus »Am Anfang war Schmonzes«.
Tatjana Davis arbeitet als freischaffende Musikerin, Bühnenkünstlerin, Komponistin und Pädagogin in Dresden. Alexander Estis ist Schriftsteller, Kolumnist und Essayist. Seine Texte erscheinen unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in der Neuen Zürcher Zeitung, in der Süddeutschen Zeitung und in der ZEIT.
Text, Rezitation: Alexander Estis | Musik, Klarinette: Tatjana Davis
Dauer: ca. 100 Minuten