Finger tänzeln taktvoll auf Basssaiten, ein verheißungsvolles Stampfen, dazu Ami Warnings geruhsam-sonore, unverwechselbar warme Stimme: »Wir kommen spontan, ham’ uns nicht geschrieben«. Die erste...
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Finger tänzeln taktvoll auf Basssaiten, ein verheißungsvolles Stampfen, dazu Ami Warnings geruhsam-sonore, unverwechselbar warme Stimme: »Wir kommen spontan, ham’ uns nicht geschrieben«. Die erste Zeile des neuen Albums der Münchnerin steht bildhaft für ihren schwerelos anmutenden, minimalistischen Soul; ihre Sensibilität, ihren mobilisierenden, sonnendurchstrahlten Flow; ihre grundpositive, mutige DIY-und Macherinnen-Attitüde. »Wellen« - so der Titel von Amis neuer LP - atmet Freiheitsgefühl, Cozyness und Bedächtigkeit. Es beschreibt in dreizehn Akten eine nachspürbare Sehnsucht nach dem perfekten Moment. Und es handelt vom Kreislauf des Lebens, vom Kindsein und Altwerden, von Prägung und Kontinuitäten. Auch von tiefen zwischenmenschlichen Verbindungen und dem Nachhause-Kommen; von Türen, die auf- und Türen, die zugehen; eben von »Wellen«, die kommen und gehen - die es zu parieren und umarmen gilt, auch wenn sie einen zu überwältigen drohen.