André Herzberg schlägt knapp zwei Jahre nach der ausverkauften und sehr emotionalen Abschiedstournee seiner Band Pankow ein radikal neues Kapitel seiner Musikerkarriere auf. Auf Kuschelkurs geht er...
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André Herzberg schlägt knapp zwei Jahre nach der ausverkauften und sehr emotionalen Abschiedstournee seiner Band Pankow ein radikal neues Kapitel seiner Musikerkarriere auf. Auf Kuschelkurs geht er dabei jedoch nicht. Immer wieder bringt die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern neue musikalische Facetten in das Werk von Herzberg, der textlich jedoch ganz bei sich bleibt und in seiner Haltung einfach nicht aus seiner Haut kann, wie er schmunzelnd zugibt: »Ich provoziere einfach gerne.«
Sein neues Programm „Worte und Akkorde“ ist eine Mischung aus Liedern (im Duo dargeboten) und Erzählungen.
Mancher wird sich noch daran erinnern, wie Herzberg 1983 in Wehrmachtsuniform die Bühne der Berliner Palastes der Republik betrat und Parallelen zwischen dem Naziregime und der DDR-Führung andeutete, wie er 1988 im Radio von den alten Männern sang, denen man zu lange geglaubt hatte und wie er an vorderster Front im September 1989 in einer Resolution der Musikszene der DDR mehr Basisdemokratie forderte. Aber auch schon dem unfreundlichen Hausmeister an seiner Schule zeigte er seinen Konfrontationswillen, indem er ihm in seinen Aushängen die Rechtschreibfehler anstrich. Heutzutage sind es unter anderem »die Lügner, die Spinner und Idioten«, die keine Nachsicht von ihm erwarten dürfen.
Und ganz bestimmt kann man auch den einen oder anderen neuen Song von André Herzberg erwarten.