Zwischen Rock-Power und Jazz-FreiheitSeit über 20 Jahren treiben BUSHMAN'S REVENGE ihren ganz eigenen Sound voran: Das norwegische Trio verbindet die Wucht des Rock mit der Freiheit des Jazz, lässt...
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Zwischen Rock-Power und Jazz-Freiheit
Seit über 20 Jahren treiben BUSHMAN'S REVENGE ihren ganz eigenen Sound voran: Das norwegische Trio verbindet die Wucht des Rock mit der Freiheit des Jazz, lässt wilde Grooves auf überraschende Wendungen treffen und wechselt mühelos zwischen brachialer Energie und filigranen Momenten. Was dabei herauskommt, ist unverwechselbar – irgendwo zwischen Jimi Hendrix, Black Sabbath und John Coltrane, aber immer mit ordentlich Eigensinn. Das Ergebnis: ein musikalischer Adrenalinkick, der sich kaum in Genregrenzen pressen lässt.
Mit Ah, Les Vaches! präsentieren die drei ihr mittlerweile zwölftes Album – und mit Bassist Tor Egil Kreken zugleich ein neues Bandmitglied. Diesmal wollten sie sich etwas stärker in Richtung "Pop" bewegen. Das bedeutet allerdings keineswegs glattpolierten Mainstream: Kürzere Stücke, eingängigere Melodien und prägnantere Rhythmen treffen weiterhin auf schrägen Humor, wilde Wendungen und jede Menge musikalische Eigenwilligkeit. Selbst eine Coverversion von Stina Nordenstams Interpretation des Prince-Klassikers "Purple Rain" fügt sich da ganz selbstverständlich ein.
Live machen Gitarrist Even Hermansen, Schlagzeuger Gard Nilssen und Bassist Tor Egil Kreken aus diesen Zutaten ein unberechenbares Kraftpaket: Sie treiben sich gegenseitig an, werfen sich musikalische Bälle zu und überraschen mit abrupten Stimmungswechseln. Mal kracht es gewaltig, mal entstehen aus scheinbar einfachen Motiven verschlungene Grooves, die sich immer wieder neu sortieren. Dabei klingt nichts nach bloßer Demonstration instrumentaler Virtuosität: Bushman’s Revenge spielen mit einer ansteckenden Lust am Risiko und nehmen sich selbst offenbar nicht allzu ernst.
Die internationale Presse ist seit Langem begeistert. Das britische Magazin Jazzwise beschrieb die Band als "Jeff Beck backed by Elvin Jones", während David Fricke vom Rolling Stone den Sound mit einer Marshall-Verstärker-Version von John Coltranes Album Interstellar Space verglich. Zwei treffende Bilder für eine Band, die den Jazz nicht gegen den Rock ausspielt, sondern beide mit voller Wucht aufeinanderprallen lässt.