Im Mittelpunkt der neuen Produktion des Göttinger Barockorchesters "Ester" steht die Aufführung von Giuseppe Lidartis gleichnamigem Werk – des einzigen hebräischen Oratoriums des 18. Jahrhunderts. Für...
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Im Mittelpunkt der neuen Produktion des Göttinger Barockorchesters "Ester" steht die Aufführung von Giuseppe Lidartis gleichnamigem Werk – des einzigen hebräischen Oratoriums des 18. Jahrhunderts. Für das heutige Publikum wird das historische Werk durch Auftragstexte (Lena Gorelik) und eine Auftragskomposition (Ohad Ben-Ari) zu einem literarisch-musikalischen Gesamtkunstwerk.
Lidartis Oratorium wird dabei mit jüdischen, auf die Ester-Geschichte bezogenen Erzählungen aus den vergangenen 250 Jahren verbunden. Die ausgewählten Geschichten nehmen Bezug auf den biblischen Bericht und erzählen von Frauen, die sich aus Situationen der Hilflosigkeit heraus behaupteten und Rettung erwirkten.
Im Zentrum stehen Fragen nach Mut, Zugehörigkeit und Selbstbehauptung: Wie können historische Erfahrungen auf die Gegenwart einwirken? Was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen und füreinander einzustehen? Und wie kann Kunst Räume für Erinnerung, Begegnung und Dialog eröffnen?