Die Oper adaptiert die berühmte Geschichte aus der griechischen Mythologie um den Sänger Orpheus, der selbst die Steine mit seiner Kunst rühren konnte. Während er sich der Musik ergibt und seine große...
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Die Oper adaptiert die berühmte Geschichte aus der griechischen Mythologie um den Sänger Orpheus, der selbst die Steine mit seiner Kunst rühren konnte. Während er sich der Musik ergibt und seine große Liebe besingt, geht sie im verloren. Unbemerkt von Orpheus stirbt seine geliebte Eurydike an einem Schlangenbiss. Der Sänger möchte das nicht akzeptieren und steigt hinab in die Hölle, deren Eingang davor warnt, sich dem Schicksal zu ergeben. Doch Orpheus hält an seiner Idee fest und will den Herrn der Unterwelt, Pluto,
sprechen.
Mit seinem Talent und der Unterstützung von Plutos Frau Proserpina, kann er Pluto eine Vereinbarung abringen, die blindes Vertrauen zwischen den Liebenden voraussetzt:
Wenn er es schafft, seine Frau nicht anzusehen, während er sie ins Reich der Lebenden zurückführt, darf Eurydike wieder leben. Doch Orpheus dreht sich nach ihr um, bevor Eurydike wieder das Tageslicht erblicken kann und damit wieder ein Mensch wird. In diesem Moment hat er die Abmachung gebrochen und seine Liebe für immer verloren. Monteverdis Oper mahnt uns, den Tod als Bestandteil des Lebens zu akzeptieren und ihn nicht künstlich zu umgehen. Er setzt der vergänglichen Zwischenmenschlichkeit sein Ideal von unsterblichem Ruhm entgegen. Eine Auseinandersetzung mit diesem Ideal ist auch heute noch wichtig.
Die ergreifende Geschichte über Abschied, Vertrauen und Mitleid wird von dem Choreographen Fernando Melo inszeniert. Er übersetzt die tragische Geschichte des berühmten Liebespaares in ausdruckstarken Tanz. Was sind wir bereit, für einen geliebten Menschen zu tun?