“Memory of an old Song”19:30 Uhr – Großer Saal, Hochschule Für MusikWie kann Musik tief in der Vergangenheit verwurzelt sein und zugleich so wirken, als entstünde sie gerade im Augenblick? Dieser...
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“Memory of an old Song”
19:30 Uhr – Großer Saal, Hochschule Für Musik
Wie kann Musik tief in der Vergangenheit verwurzelt sein und zugleich so wirken, als entstünde sie gerade im Augenblick? Dieser Frage geht Martin Stadtfeld, einer der bekanntesten deutschen Pianisten seiner Generation, in seinem Programm nach.
Den Anfang macht Bachs Englische Suite Nr. 2. Ihr Prélude ist vom italienischen Konzertstil geprägt - der Pianist wird dabei zum Solisten und Orchester zugleich. Es folgt Beethovens „Appassionata“: eine Sonate, die zwischen Unruhe und Hoffnung, Angst und Euphorie einen ganzen inneren Prozess hörbar macht und dabei bis heute unmittelbar und gegenwärtig wirkt.
Nach der Pause ist Stadtfeld nicht nur als Interpret, sondern auch als Komponist zu erleben. Seine Sonate „Memory of an old Song“ entwickelt sich aus wenigen Motiven und Improvisationen, die sich schließlich mit dem Renaissancechoral „Ach, bleib mit deiner Gnade“ verbinden. Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 12 bildet den virtuosen Abschluss.