Zwei Bands, die auf sehr unterschiedliche Weise mit den Grenzen des Black Metal arbeiten. Die aber beide auf Atmosphäre setzen, auf Dynamik und musikalische Tiefe. Die Kölner ULTHA gehören seit Jahren...
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Zwei Bands, die auf sehr unterschiedliche Weise mit den Grenzen des Black Metal arbeiten. Die aber beide auf Atmosphäre setzen, auf Dynamik und musikalische Tiefe.
Die Kölner ULTHA gehören seit Jahren zu den markantesten Vertretern eines Black Metal, der sich jeder eindeutigen Einordnung entzieht. Zwischen eruptiver Härte, hypnotischen Wiederholungen und langen, sorgfältig aufgebauten Spannungsbögen entwickeln ihre Stücke eine Intensität, die weit über klassische Genregrenzen hinausreicht. Ultha nehmen sich Zeit für Atmosphäre und Dynamik – und entfalten gerade in der Länge ihrer Kompositionen eine besondere Sogwirkung.
Ihre Musik haben ULTAH selber einmal als "unheilvolle Gratwanderung“ beschrieben. Zwischen Black Metal, Doom und Dark Wave. Als den Sound, der eine existenzielle Erfahrung ausdrückt: dass das verzweifelte Streben nach Glück - the pursuit of happiness - von Anbeginn an zum Scheitern verurteilt sein könnte. Was sich nur dann erfahren lässt, wenn man es vom Ende her, dem endgültigen Scheitern betrachtet. Ihre Musik spielt mit dieser vorweggenommenen Zeit. Und so lange sie spielt, Ulthas Musik, ist das Scheitern eingefriedet.
Mit FYRNASK ist eine Band dabei, deren Musik noch stärker von Ritual, Atmosphäre und einer archaischen Klangästhetik geprägt ist. Das Soloprojekt von Fyrnd verbindet Black Metal mit experimentellen und ambienten Elementen und schafft dabei eine eigenwillige Balance zwischen roher Energie und kontemplativen Passagen. Die Musik wirkt weniger wie eine Aneinanderreihung einzelner Songs als wie ein zusammenhängender, bewusst inszenierter Klangraum.
Die Christuskirche Bochum bietet dafür den passenden Klangraum: ein besonderer Konzertort, dessen Architektur und Akustik die atmosphärische Dimension beider Bands zusätzlich unterstreichen.