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Programm:Sergei Prokofjew war gerade in New York, als dort das Zimro Ensemble gastierte, ein Sextett einiger seiner ehemaligen Kommilitonen aus Sankt Petersburg. Die Gruppe war auf jüdische Musik...
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Programm:

Sergei Prokofjew war gerade in New York, als dort das Zimro Ensemble gastierte, ein Sextett einiger seiner ehemaligen Kommilitonen aus Sankt Petersburg. Die Gruppe war auf jüdische Musik spezialisiert und trat mit ihrem Programm auch mehrfach in der Carnegie Hall auf. Prokofjew, um eine Ouvertüre für das Sextett gebeten, schrieb ein etwa zehnminütiges Stück, das den Charakter einer Klezmermusik hat – mit einem lebhaften Thema für die Klarinette und einem nachdenklicheren Thema fürs Cello. 1934 hat Prokofjew die "Ouvertüre über
Hebräische Themen" auch für eine kleine Orchesterbesetzung bearbeitet.

Das Violinkonzert in D-Dur war eines der ersten Werke Prokofjews nach Abschluss seines Studiums. Es entstand in einer historischen Umbruchsituation. Prokofjew begann die Komposition 1915, als der Zar noch regierte, und beendete sie 1917, im Jahr der russischen Revolution. Der erste Satz wird von einem großen,
melodischen Liebesthema umrahmt, der zweite dagegen ist ein satirisches, schrilles Scherzo. Im Finalsatz scheinen beide – große Melodik und schrille Satire – miteinander zu streiten.
Bei der Uraufführung 1923 in Paris empfand man das Konzert bereits als ein Dokument aus der "alten Zeit".

Nachdem Dmitri Schostakowitsch 1948 vom sowjetischen Regime abgekanzelt worden war (er verlor seine Lehrämter), schrieb er jahrelang keine Symphonie mehr – bis nach Stalins Tod 1953, den er als große persönliche und künstlerische Befreiung empfand. Schostakowitschs 10. Symphonie wurde daher ein Werk des Triumphs. Im 1. Satz ahnt man noch das furchterregende Klima der Stalinzeit. Das wilde Marsch-Scherzo (2. Satz) wird meist sogar als ein direktes Stalin-Porträt verstanden. Im 3. Satz aber trumpft das befreite Individuum auf, symbolisiert durch die Töne d-es-c-h – sie stehen für D. Sch. (Dmitri Schostakowitsch). Der 4. Satz blickt schon recht optimistisch in die Zukunft.


Sergei Prokofjew:
Ouvertüre über Hebräische Themen op. 34
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 19

Dmitri Schostakowitsch:
Symphonie Nr. 10 e-Moll op.93


Einführung mit Tung-Chieh Chuang am Klavier um 19 Uhr im Großen Saal. Bitte beachten Sie auch die Hörprobe am 23.04.2026.


Mitwirkende:

Ning Feng, Violine
Bochumer Symphoniker
Tung-Chieh Chuang, Dirigent


Foto Ning Feng: © Felix Broede

Foto Tung-Chieh Chuang: © Marco Borggreve

Organisator
Bochumer Symphoniker
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Tickets bereits ab 18,00€ bei Reservix
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