Emilia Roig, promovierte Politikwissenschaftlerin, hatte mit „Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung“ ein vieldiskutiertes Buch veröffentlicht, in dem sie und unter Rückgriff auf ihre...
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Emilia Roig, promovierte Politikwissenschaftlerin, hatte mit „Why We Matter. Das Ende der Unterdrückung“ ein vieldiskutiertes Buch veröffentlicht, in dem sie und unter Rückgriff auf ihre Familiengeschichte beschreibt, wie Macht und Unterdrückungssysteme sich reproduzieren, aber auch wie sie bekämpft werden können. Die Französin Roig, Tochter eines jüdisch-algerischen Vaters und einer aus Martinique stammenden Mutter, lebt, lehrt, schreibt und arbeitet seit 20 Jahren in Berlin. Ihr neues Buch „Lieber Sohn oder So rettest du die Welt“ ist das Plädoyer für eine radikale Fürsorglichkeit als Antidot gegen kapitalistische Entgrenzungen und protofaschistische Bewegungen. „Ich schreibe dir, weil ich glaube, dass du – dass wir alle – einen anderen Weg wählen können.“ Roig greift die Briefform auf, die schon James Baldwin und Ta-Nehisi Coates genutzt haben, um sich an die nachfolgende Generation zu wenden – in der Hoffnung, die Flaschenpost möge vielen Menschen vor die Füße gespült werden und ihnen die Augen öffnen.