Melissa Aldana kommt nicht, um zu gefallen. Sie kommt, um etwas zu klären. Die chilenische Tenorsaxofonistin rückt Maßstäbe zurecht: weg von Perfektion, hin zu einer Musik, die atmet, schwingt, sich...
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Melissa Aldana kommt nicht, um zu gefallen. Sie kommt, um etwas zu klären. Die chilenische Tenorsaxofonistin rückt Maßstäbe zurecht: weg von Perfektion, hin zu einer Musik, die atmet, schwingt, sich behauptet — und lange nachwirkt. Aufgewachsen in Santiago, geschult in den USA, GRAMMY-nominiert: Aldana arbeitet mit offenen Formen, die ihre Vielseitigkeit zelebrieren, sie lässt Melodien aufscheinen und wieder verschwinden. Ihr Ton ist klar, rau und manchmal von fast meditativer Ruhe. Beim Enjoy Jazz Festival entfaltet sich diese Haltung im Kollektiv: „Ich liebe es, mit Musiker:innen zu spielen, die stark in der Tradition verwurzelt, aber gleichzeitig sehr aufgeschlossen sind, wenn es um Musik geht.“ Mit Gonzalo Rubalcaba, Peter Washington und Kush Abadey präsentiert sie ihr 2026 bei „Blue Note Records“ erschienenes Album „Filin“ -, das ist die kubanische Schreibweise von „Feeling".