Späte Blüten blühen unvergleichlich schön – dieses poetische Bild gilt ganz besonders für die Musik der späten Renaissance in England. Hinter der großen, unerklärlich schmerzlichen Schönheit schimmert...
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Späte Blüten blühen unvergleichlich schön – dieses poetische Bild gilt ganz besonders für die Musik der späten Renaissance in England. Hinter der großen, unerklärlich schmerzlichen Schönheit schimmert die Endlichkeit bereits hindurch; Träume sind Illusionen, Sehnsucht ist unerfüllte Sehnsucht, Liebe ist unglückliche Liebe, Glück ist vergangenes Glück und Schlaf ist ewiger Schlaf. Diese Versenkung in die Vergänglichkeit hatte im England des späten 16. und frühen 17. Jahrhundert einen Namen: Melancholie. Melancholie als ästhetischen Genuss zu stilisieren – kein anderer Komponist der Zeit beherrschte diese Kunst besser als John Dowland (ca. 1563–1626). Sein 1597 erschienenes First Booke of Songes or Ayres machte das kunstvolle Lied, begleitet von Laute oder Viola da gamba-Consort, zu einem neuen Trend und löste damit einen regelrechten Hype aus. Countertenor-Star Andreas Scholl und das Stylus Phantasticus Consort feiern gemeinsam den Meister der Melancholie!
Andreas Scholl, Countertenor • Stylus Phantasticus Consort: Martin Jantzen, Charlotte Schwenke, Thomas Fields, Katharina Lampersperger, Viole da gamba • Evangelina Mascardi, Renaissancelaute • Friederike Heumann, Viola da gamba & Leitung
Karten zu € 75,– / 66,– / 54,– / 43,– (U30: 10,–)
Ca. 90 Minuten ohne Pause