Ekaterina Baranova Violine Drilon Ibrahimi Klarinette Ruslan Maximovski Akkordeon Erick Paniagua Bass Eine Weltreise in Tänzen, ein virtuoses Spiel ohne Grenzen. Hits aus Klassik, Latin und Jazz,...
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Ekaterina Baranova Violine
Drilon Ibrahimi Klarinette
Ruslan Maximovski Akkordeon
Erick Paniagua Bass
Eine Weltreise in Tänzen, ein virtuoses Spiel ohne Grenzen. Hits aus Klassik, Latin und Jazz, berühmte Kunsttänze, macht das Cuarteto Repentino zu neuer Weltmusik – in originellen Arrangements für seine außergewöhnliche Besetzung.
Es zündete, als die Vier das erste Mal zusammen spielten. Augenblicklich, spanisch repentino, swingte man überein. Russe und Ukrainerin, Bolivier und Kosovare: vier Musiker:innen aus vier Kulturen entdecken einander in ihrer Verschiedenheit, inspirieren sich wechselseitig und (er)finden ihre ganz eigene musikalische Sprache.
„Dancing the World“ – viele Länder und Musikstile durchtanzt das Cuarteto Repentino. Schöpfte Brahms aus der ungarischen und Tschaikowski aus der russischen Folklore, so verwandelt sich Repentino die Kunsttänze dieser und anderer Klassiker sowie Milhauds tänzerische Suite an. Mit Alexander Tsfasmann, Jazzpionier in der Sowjetunion, swingen die Vier russisch à la Benny Goodman, die Akkordeon-Paraphrase eines ukrainischen Volkslieds von Viktor Vlasov polieren sie auf und berührend aktualisieren sie drei Kunsttangos unterschiedlicher Idiome: den kühl-stilisierten Tango, den der Immigrant Stravinsky 1940 in den USA schrieb; den irritierend-abgründigen Irrenhaus-Tango des Deutsch-Russen Alfred Schnittke, ein musikalisches Gesellschaftsbild von 1990 zur Hamburger Inszenierung von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ (1931); außerdem Piazzollas urban glühenden Tango Nuevo „Primavera Porteña” über den Frühling in Buenos Aires.
Mediterrane und lateinamerikanische Leichtigkeit, dazu Humor spielt das Cuarteto Repentino mit Milhaud aus, den die Provence, wo er aufwuchs, und seine Jahre in Brasilien prägten. Melodie und Gegenmelodie begegnen sich in seiner jazzigen Suite, in diversen Rhythmen und unterschiedlichen Tonarten, so dass ein schillernder Klang und ein tänzerischer Vorwärtsdrive entstehn. Volksmusikalisch-spaßig, verspielt-spielerisch der dritte Satz „Jeu“, Anklänge an Schlager im lustig-quirligen Finale. Zum Konzertschluss vibriert die „Brazileira“ Milhauds, ein Kehraus aus Samba und Choro, der einlädt zum Mitsummen und -tanzen.
Dancing the World – Tanze die Welt
Johannes Brahms (1833–1897): Ungarischer Tanz Nr. 1
Pjotr I. Tschaikowski (1840–1893): Russischer Tanz aus dem Ballett „Schwanensee“
Alexander Tsfasmann (1906–1971): Intermezzo
Pablo de Sarasate (1844–1908): Zigeunerweisen
Viktor Vlasov (*1936): Paraphrase über ein ukrainisches Volkslied
Darius Milhaud (1892–1974): Suite op. 157b
Igor Stravinsky (1882–1971): Tango
Alfred Schnittke (1934–1998): Tango im Irrenhaus
Astor Piazzolla (1921–1992): Primavera Porteña
Darius Milhaud (1892–1974): Brazileira