Mit Tord Gustavsen und Trygve Seim kommen zwei der profiliertesten norwegischen Vertreter des „nordic sound“ erstmals im Duo nach Heidelberg. Im besonderen Raum der Heiliggeistkirche begegnen sich im...
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Mit Tord Gustavsen und Trygve Seim kommen zwei der profiliertesten norwegischen Vertreter des „nordic sound“ erstmals im Duo nach Heidelberg. Im besonderen Raum der Heiliggeistkirche begegnen sich im Oktober zwei Musiker, deren Kunst von Konzentration, Klangkultur und Spiritualität geprägt ist.
Gustavsen gehört zu den Jazzpianisten mit einem unverkennbar eigenen Stil, getragen von einer überragenden Anschlagskultur. Seine Musik, die er selbst einmal als „kleine Hymnen“ bezeichnet hat, verbindet Intimität und Tiefe. Trygve Seim entwickelte am Saxofon einen unverwechselbaren, elegischen Ton zwischen Jazz und Klassik – inspiriert einst von Jan Garbareks „Eventyr“.
Wie intensiv dieses Zusammenspiel wirkt, beschrieb SZ-Kritiker Andrian Kreye nach einem gemeinsamen Konzert: Gustavsen könne die Töne „so fein modellieren“, als spiele er die Saiten mit „Rosshaarbögen“, während Seim aus einfachen Motiven eine „enorme Präsenz“ entwickle. Im „Piano-Pianissimo“ raubten die beiden dem Publikum „buchstäblich den Atem“.
Ihre Musik entwickelt einen Sog zwischen Stille, Improvisation und Spiritualität. Gustavsen und Seim – ein außergewöhnliches Duo für einen außergewöhnlichen Raum.